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Woche 51 - 2008

Am letzten Tag vor den Weihnachtsferien hat sich die zweite Kammer von ihrer tierfreundlichen Seite sehen lassen. Während der Fortsetzung des Landbauhaushaltes reichten wir einige Anträge ein. Die Mehrheit der Kammer unterstützte uns in dem Antrag, dass die Niederlande strengere Anforderungen an Tiertransporte stellt, als die europäische Gesetzgebung vorsieht Während der Abstimmungen konnte man über den Geräuschpegel in den Bankreihen Rückschlüsse ziehen, wie froh man ist, das die Niederlande strenger als andere europäische Länder bei Thema Tiertransport auftreten. Noch vor kurzem machte die Landwirtschaftsministerin Verburg die Aussage, daß es ihr sehr leid täte, aber sie könne nichts gegen den Lebendtiertransport von Schweinen nach Russland unternehmen. Jetzt gibt die Partei für die Tiere ihr nochmals die Chance ein Verbot derselben auszusprechen.

Das Kabinett soll außerdem einen Plan erstellen, um gegen den illegalen Handel von exotischen Tierarten vorzugehen und den Import von exotischen Tierarten einzuschränken. Nachdem wir hierfür einen Antrag eingereicht hatten, hat die Mehrheit der Kammermitglieder darum gebeten. Illegale Tierhändler haben, so geben Untersuchungen an, freien Handlungsspielraum und die Möglichkeiten, gegen diese vorzugehen, sind sehr eingeschränkt. Seit Jahren wird die Einführung einer sogenannten „Positivliste“(eine Beschränkung der Tiersorten, welche man halten darf) vor sich hergeschoben. Dank dieses Antrags ist ein Anfang gemacht worden, um der Leerräuberei der Natur Einhalt zu gebieten. Die Niederlande sind europaweit gesehen, das Handelszentrum von bedrohten Tierarten.

Ferner können wir feststellen, dass das Verbot der Kleingruppenkäfige 2017 in Kraft tritt. Das bedeutet vier Jahre früher als der Minister es wollte. Diese ”Legebatterien mit Tapete” sollten, hätte es am Minister gelegen, erst 2021 verboten werden. Der Sektor selbst schlug sogar 2026 vor. Die Partei für die Tiere hat direkt beim Einzug ins Parlament (2006) erfolgreich ein Verbot desselben gefordert.

Ich habe auch Kammerfragen an die Landwirtschaftsminister und den Minister von Volksgesundheit über die Gesundheitsrisiken beim Essen von Wild gestellt. Bei großen Huftieren auf der Veluwe, einem Naturgebiet in den Niederlanden, ist Hepatitis B und Hepatitis E festgestellt worden. Durch mehrere, tonangebenden Institute ist festgestellt worden, daß der Hepatitis E Virus übertragbar auf Mensch und Tier ist, wenn man ungenügend erwärmtes Organfleisch zu sich nimmt. Ich habe die Minister u.a. gefragt, ob diese zu einer großangelegten Informationskampagne bereit wären, in dem die Öffentlichkeit über die Risiken der Infizierung mit Hepatitis beim Genuss von (Wild) Fleisch aufgeklärt werden.

Nächste Woche lege ich letzte Hand an ein Essay: „Gleichheit der Tiere, Glück der Menschen“, in dem ich aufzeige, dass viele Krisen die uns treffen, die Folge von Habsucht und dem Mangel an Respekt gegenüber Natur, Tier und Umwelt sind. Sich für Tiere, Umwelt und Natur zu entscheiden kann uns nur glücklicher machen in einer langlebigen Lebensumgebung.

Am Weihnachtsabend bin ich übrigens im Fernsehprogramm “alles Weihnachten” zu sehen, bei dem ich zusammen mit einem Fernsehpräsentator Ron Brandsteder ein Weihnachtslied singe. In dieser Weihnachtsshow singen verschiedene bekannte Niederländer Weihnachtslieder und wird ein Augenmerk auf die Stiftung Flüchtling, welche sich weltweit für Menschen auf der Flucht einsetzt, gelegt.

Die kommenden drei Wochen sind Weihnachtsferien. Ich melde mich wieder am 18. Januar. Ich wünsche allen wunderschöne Weihnachten und ein gutes 2009. Bis bald!