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Woche 08 - 2009

Diese Woche mache ich weiter mit dem “Kurs”, wie man im eigenen Land eine Partei für die Tiere gründen kann.

Hierbei muss man sich realisieren, dass der Mensch von Natur aus nicht zur Änderung geneigt ist, und überhaupt nicht gern auf sein Benehmen zu anderen lebenden Wesen angesprochen wird.

Es ist nicht umsonst, dass keine Partei es eher in der Geschichte geschafft hat, ins Parlament zu kommen und nicht die Interessen der Menschen, sondern eine weltweite Arbeitsweise und die Interessen der Schwachsten zu vertreten.

Natürlich löste es zuerst Bestürzung aus, als wir mit 2, fast 3 Mandate ins Parlament rückten. Und die anderen politischen Parteien haben sich besonders bemüht um tierfreundliche Themen zu behandeln um uns den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Der Minister für Landbau hat in einem Interview sogar gesagt, dass sein Auftrag für den Beamten war: “Nimm der Partei für die Tiere den Wind aus den Segeln.”

Und dann fingen sofort die kleine Schurigeleien an. Die Christdemokrate die versuchten, mittels Brotkrümel, uns mit einer Mäuseplage aufzuhalsen. Als sie entdeckten, dass wir kein Mäusegift im Flur wollten, haben sie sofort die größte Tageszeitung über eine bevorstehende Mäuseplage im Parlament informiert.Das stimmte aber nicht. Da wir keine Essenreste herumliegen lassen (wir lassen unsere Zimmer sauberer als die Christdemokrate) hatten wir überhaupt keine Last mehr mit Mäusen.

Im Parlament hat man versucht lachlustig über unsere Mission zu tun. Wenn es sich zum Beispiel über U-Boote aus der Walross-Klasse handelte, rief man zu uns: “ Marianne, Esther, Walrosse sind auch Tiere, Achtung!”

Die Frustration über unseren politischen Durchbruch war groß, vor allem als beim Landwirtschaftshaushalt zum ersten Mal in der Geschichte für 80% über Tierwohl gesprochen wurde. Dies wiederholte sich Debatte nach Debatte, immer aufs Neue.

Dann verhielten sich die Christdemokrate plötzlich ganz nett und freundlich zu uns, genauso wie in der Welt vom Boxen: wenn man es nicht gewinnt, soll man den Gegner anhängen, damit er dich nicht so schwer verletzen kann!

Kurz nach den Wahlen fürs Parlament gab es die Wahlen für die Provinzialstände und die Erste Kammer des niederländischen Parlaments. Auch hier taten wir es sehr gut. 9 Provinzialstaatenmitglieder in 8 regionalen Parlamenten und ein Mitglied in der Ersten Kammer.
So konnten wir zeigen, dass wir keine Eintagsfliegen waren und auch kein “Irrtum” oder “Scherz “der Wähler.

BBC World Service schrieb:”Dutch raise animal rights to new level

Das ist natürlich absolut etwas, worauf man stolz sein kann, aber es gab uns auch eine große Verantwortlichkeit.
Wir durften unsere Position nicht mehr verlieren, auch wenn es unser Ziel war um als Partei für die Tiere letztendlich unnötig zu werden.

Bis nächste Woche!