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Woche 16 - 2009

Diese Woche habe ich der Presse, aber auch einigen internationalen (Energie)Organisationen über die Tatsache zu Wort gestanden, dass der Verkauf des Energiebetriebes Essent von der Partei für die Tiere abhängt. Die Provinz Nord-Brabant will ihre Anteile in Essent an den deutschen Energiebetrieb RWE verkaufen. Der Welt Natur Fonds (WWF) erklärt auf seiner Webseite dass „Aus unabhängigen Untersuchungen hat sich ergeben, dass dieser Energiebetrieb als einer der meist verschmutzenden Energiebetrieben gilt. RWE exploitiert noch konventionelle Braun- und Steinkohlezentralen, die einen enormen CO2 Ausstoß durch den Betrieb zur Folge haben. Außerdem plant der Betrieb den Neubau einer konventionellen Kohlezentrale, ohne CO2 Auffang und Lagerung. Weiterhin will RWE in den Bau einer Kernzentrale in Belene (Bulgarien) investieren, an einem Ort, der durch Fachleute wegen Erdbebengefahr als unsicher angesehen wird.“

Unser Stellvertreter in der Provinz Nord-Brabant, Birigt Verstappen, hat bekanntgegeben, dass unsere Partei gegen jegliche Privatisierung von Versorgungsbetrieben ist, und dass wir, sollte der Verkauf an RWE unerwarteterweise doch stattfinden, alles daran setzen wird, dass deutliche Maßstäbe für wirklich saubere und langlebige Energieprodukte gesetzt werden. RWE hat bei den Unterhandlungen nämlich angegeben, dass sie nicht bereit sind, das Umweltschutzpaket von Essent zu übernehmen. Es ist dann auch mehr als verständlich, dass der Welt Natur Fonds seine Zusammenarbeit direkt nach Bekanntgabe der Übernahmepläne mit Essent beendet hat.

Am 14 April haben einige Milchviehhalter zusammen mit ihren Kühen in Den Haag gegen die sinkenden Milchpreise protestiert. Sie haben einige (laut Augenzeugen trächtige Kühe) aus Friesland bis nach Den Haag geschleppt. Dort blieben die Kühe bis zum nächsten Tag stehen! Ich habe aufgrund dieser tierunfreundlichen Aktion Kammerfragen gestellt.


Über Kühe gesprochen: Mittwoch haben wir selbst eine Aktion mit Kühen geführt, aber dann ausschließlich aus Tierschutzgründen. Wir haben die Stalltüren bei einem biologischen Milchviehhalter geöffnet, damit die Kühe nach einem langen Winter wieder auf die Wiese konnten. Die Kühe trugen ein Protestdeckchen mit der Aufschrift `Europe, es gibt Grenzen`. Mit dieser Aktion haben wir die europäische Agrarpolitik in Frage gestellt, die zur stets weiter ausbreitenden Intensivierung, Überdimensionierung und permanenter Stallhaltung in der Viehhaltung geführt haben. Die Partei für die Tiere will das Europa die Milliardensubventionen für den Landwirtschaft abschafft und stattdessen einsetzt für eine langlebige, umwelt- und tierschutzfreundliche Landwirtschaft.


Donnerstag versprach Landwirtschaftsministerin Verburg, dass sie ihren französischen Kollegen auf das Fangen des unter Naturschutz stehenden Kiebitz in Frankreich ansprechen wird, da dies die Kiebitzpopulation in Gefahr bringt. Die Partei von der Arbeit (Sozialdemokraten) hatte darum gefragt. Das sowohl die CDA (Christdemokraten), als auch die Partei von der Arbeit Scheuklappen tragen, wird aufgrund der Tatsache deutlich, dass beide Parteien das massenhafte Einsammeln von Kiebitzeiern einfach so geschehen lassen. Die Provinz Friesland und das Kabinett tun nichts dagegen. Ein PvdD Stellvertreter in Friesland ist Schirmherr über das Eiersammeln.


Dieses bizarre, aber vor allem verantwortungslose Hobby der Friesen, die sich selbst, und das ist eine Dreistigkeit, angebliche Vogelschützer nennen, hat freie Hand. Rein juristisch ist das Einsammeln der Eier nicht erlaubt. Dafür wäre eine Voraussetzung das die Kiebitzpopulation in Friesland nicht abnimmt. Und gerade das geschieht: von 1996 bis 2008 um mehr als 50%! Das ist wissenschaftlich unumstossen bewiesen.

Weidevögel, wie der Kiebitz haben es ohnehin aufgrund der Klimaveränderung, Maschinenlandbau, natürlicher Prädatoren, Fang im Ausland und Grundwasserspiegelverwaltung durch die Bauern sehr schwer. Das alles interessiert die Eierraffer überhaupt nicht. Heulen tun sie , wenn sie mal nicht raffen dürfen…. Im Interesse der Kiebitze muss diese Tradition schnell beendigt werden.

Bis nächste Woche !