Diese Woche werde ich etwas mehr erzählen über die Bündnisse, die man bei der Gründung einer Partei eingehen kann.
In der vergangenen Woche waren die Vertreter der spanischen Partei für die Tiere bei uns zu Gast. Sie werden versuchen genügend Unterschriften für die Teilnahme an den Europäischen Wahlen zu sammeln. Sie brauchen entweder 50 Unterschriften von amtierenden Gemeinderatsmitgliedern (von anderen politischen Parteien) oder 150.000 Unterschriften von Bürgern.
Aus allem wird klar, dass die amtierende Politik alles macht um neue Parteien nicht die Chance zu geben ins Parlament zu kommen.
Was man sich bei der Gründung einer politischen Partei gut realisieren muss, ist, dass fast alle bezweckten Kandidaten, Vorstandsmitglieder usw in diesem Augenblick schon Mitglied einer anderen politischen Partei sind. Sogar wenn sie über die eigene Partei und ihren Einsatz für Tierrechte enttäuscht sind, fühlt es für sie als Verrat sich einzusetzen für eine Partei von der man vorher nicht weiß ob sie erfolgreich sein wird.
Wir haben das auch erlebt. Niko Koffeman, der Gründer der Partei arbeitete für die Sozialistische Partei (SP) in den Niederlanden und half uns in seiner Freizeit. Trotzdem fiel es ihm schwer (als wir zwei Mandate bekamen) sich von der SP zu verabschieden.
In Ländern wo es die Prozentklausel gibt werden Menschen noch mehr zögern, weil die neue Partei dafür sorgen kann, dass die amtierende Partei wegen der Teilnahme der neuen Partei für die Tiere die Prozentklausel nicht mehr schafft.
Die äußerste Konsequenz ist dass nicht nur die amtierende Partei, sondern auch die Partei für die Tiere die Prozentklausel nicht schafft und dass Menschen also denken dass es für sie ohne Teilnahme der Partei für die Tiere besser wäre.
Auch Tierrechtorganisationen, die mit den amtierenden Parteien bereits Verträge haben, können aus diesem Grund scheu reagieren.
Sie können die neue Partei für die Tiere als Konkurrenz auf ihrem Arbeitsgebiet erfahren, weil die Partei natürlich bei denselben Tierschützern Fonds wirbt und auch die Publizität könnte geteilt werden müsse.
Auch die Einjagfunktion (nicht nur für die amtierende, sondern auch für die nicht regierungsamtliche Organisationen) wird nicht jeder schätzen.
Der Start einer neuen Partei muss zustande kommen mit einer kleinen, engen Gruppe von Menschen, die kämpfen will. Ohne Unterstutzung und manchmal sogar mit Widerstand von Tierschutzorganisationen und politischen Parteien womit man sich verbunden fühlt.
Man muss sich realisieren, dass man ein Hase im Marathonlauf ist, wie Noah Bor im Marathonlauf in Athene im Jahre 2001.Er hat den Marathonlauf als Hase (Stimmungskanone) angefangen, aber er endete als Sieger!
Zum Schluss noch eine Nachricht über diese Woche. Diese Woche bin ich in New York bei einer Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung gewesen. Vielleicht wird unser Film Meat the Truth da gezeigt werden. Die offiziele Premiere wird am 17. Mai sein, am Ende der New York Veggie Pride Parade, wobei ich auch sprechen werde. Es gibt zwei Vorführungen, eine um 17 Uhr und eine um 19 Uhr im New York Film Academy.
Wenn Sie in der Nähe sind, sorgen Sie, dass Sie dabei sind!












