In der letzten Woche haben wir sehr tüchtig gearbeitet um einen Sitz im europäischen Parlament zu gewinnen. Vorher wussten wir bereits, dass es schwierig sein würde, weil die Niederlande 150 Parlamentsitze haben (wir haben zwei) während den Niederlanden in Europa nur 25 Sitze zugeteilt wurden. Wir brauchten 4% der gültig abgegebenen Stimmen, das Äquivalent von 6 Sitzen im niederländischen Parlament.
Unsere europäische Spitzenkandidatin Natasja Oerlemans und alle Freilwilligen der Partei für die Tiere haben tüchtig Kampagne geführt um eine schwierige Arbeit zu erledigen. Am Donnerstagabend, während dem Ergebnisabend war es Schauder erregend spannend und um ehrlich zu sein ist es das im Moment immer noch! In den exit polls hatten wir 3,8% der Stimmen und diese Prognose stieg bis zu über 4% der Stimmen.
Es gibt aber Gemeinden, die ihre Ergebnisse nocht nicht offenbar gemacht haben und das offiziele Ergebnis wird erst am 11. Juni bekannt und darum bleibt es bis zur letzten Minute sehr spannend.
Die Frage ob wir gerade wohl oder nicht einen Sitz im internationalen Parlament bekommen (als erste Partei die nicht der Mensch zentral stellt) ist von einigen hunderten von Stimmen abhängig.
Auch wenn wir es nicht schaffen ist es ein Durchbruch dass wir jetzt mit 6 Kabinettsitzen statt die heutigen zwei Sitze rechnen können.
Die niedrige Beteiligung der europäischen Wahlen war für uns sehr günstig. Insgesamt wahlten weniger als 40% der Menschen und damit wird klar, dass es in der europäischen Politik nicht viel Vertrauen gibt.
Diese Kluft zwischen Bürger und Politik bietet Perspektive in allen europäischen Ländern die Tierrechte zentral zu stellen und Menschen aufs Neue zu interessieren für Politik die weiter guckt als nur das Interesse der eigenen Vertreter.
Am letzten Freitag begegnete ich im niederlandischen Parlament dem Dalai Lama.
Ich fragte ihn, wie er über den großen Fleischkonsum in Beziehung zum Hunger, zu den Tierrechten und Klimaproblemen dachte.
Er erzählte, dass er es sehr ermütigend fand, dass es Gruppen entstanden, die sich für die Tiere einsetzten. Auch findet er, dass man Schmerzen von Probetieren berücksichtigen soll.
“Alle Wesen haben das Recht ohne Angst zu leben” findet der Dalai Lama. “Wir haben also nicht das Recht andere Wesen auszunutzen”.
Auch sagte der Dalai Lama, gegenüber der Presse und dem niederländischen Parlament, dass er der Massaproduktion von Fleisch sehr negativ gegenüber steht.
Er findet es wichtig, dass viele Menschen in den Niederlanden Vegetarier werden und dass Niederländer respektvoll mit anderen lebenden Wesen umgehen. Selber wurde er im Jahre
1956 Vegetarier. Danach bekam er sofort Gelbsucht. “’Damals hatte ich die Farbe eines lebenden Buddhas”, lachte er. Auf ärztliche Verordnung nahm er dann wieder ein wenig tierliche Ernährung zu sich.
Auch sagte der Dalai Lama, dass er für die Partei für die Tiere wählen würde. Über die Tatsache, dass es im niederländischen Parlament eine Partei für die Tiere gibt war der Dalai Lama sehr überrascht.
Ich hoffe dass ich Ihnen nächste Woche gute Nachrichten über die europäischen Wahlen bringen kann. Günstig ist vielleicht, dass die Niederlande demnächst einen 26. Sitz im europäischen Parlament bekommen und dass über diesen neuen Sitz noch gesprochen werden muss.

Foto: Jeroen van der Meyde
Bis nächste Woche!












