Letzte Woche war ich zu einem Arbeitsbesuch nach Surinam gereist. Dieser Arbeitsbesuch, zusammen mit allen niederländischen Fraktionsvorsitzenden war sehr anstrengend, sodass ich kaum dazu gekommen bin, mich zwischendurch zu melden. Unten finden Sie einige Fotos vom Besuch in Surinam. Zwischenzeitlich haben mich spektakuläre Neuigkeiten erreicht. Zwei Forscher der World Bank, Robert Goodland und Jeff Anhang, haben die Auswirkungen der Viehhaltung auf das Klima untersucht. Ihre Ergebnisse sind schockierend: die Viehhaltung ist nicht, wie bislang gedacht, für 18% des Treibgasausstoßes verantwortlich, sondern für 51%. Den gesamten Bericht finden Sie hier.

Unser wissenschaftliches Büro erstellt momentan einen Film über das Leerfischen der Ozeane. Wussten Sie das unsere Katzen mehr Fisch essen als alle Seehunde zusammen, dass unsere Schweine mehr Fisch essen als alle Haie zusammen und dass auch die Hühner mehr Fisch essen, als alle Papageientaucher und Albatrosse zusammen in der ganzen Welt?
Unsere Ponzipolitik hat einen irreparablen, verwüsteten Effekt auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.
Die kollektive Weltfrage hat seit 1980 die Regenerationsmöglichkeiten der Erde überschritten, wir konsumieren mehr, als die Erde uns geben kann. Das Global Foodprint Network hat ausgerechnet, dass alles, was wir dieses Jahr nach dem 25 sten September konsumieren, von zukünftigen Generationen gestohlen wird. Die Politik versündigt sich am Ponzischema im Bereich Wassermanagement, Nahrungsmittelproduktion, Leerfischen der Ozeane, CO2 Ausstoß, dem fossilen Brandstoffpreis und der Produktion von tierischen Eiweißen.
Laut Aussage des Weltwasserforums werden 70 Prozent der Weltbevölkerung 2017 Trinkwasserprobleme bekommen, aber die Niederlande befürworten unvermindert die Fleischproduktion, welche tausende Liter an Trinkwasser pro Kilogramm kostet.

Jede Stunde sterben 400 Kinder an den Folgen der Nahrungsmittelknappheit, aber wir verfüttern unberührt die Hälfte der Weltgetreideproduktion an die Aufrechterhaltung der Viehhaltung. Obwohl wir wissen, dass die Probleme nicht mehr lösbar sein werden: laut Food and Agriculture Organization muss die Weltnahrungsmittelproduktion 2050 70% höher sein, das ist beim heutigen Grundstoffverbrauch völlig undenkbar. Die Ozeane sind 2048 leergefischt.
Wir wissen, dass noch in diesem Jahrhundert der Weltphosphatvorrat verbraucht sein wird, damit wird die Produktion von Kunstmist unmöglich, aber die Stimulierung der biologischen Landwirtschaft hat noch immer keine Priorität.
Die in Kürze nicht mehr zu kalkulierenden Kosten des Klimaproblems können laut Aussage von Klimawissenschaftlern, um 50 bis 70% gesenkt werden, wenn wir uns zu einem mehr pflanzlichen Zusammenleben entschließen, allerdings höre ich auf dem Weg zur Klimaspitze in Kopenhagen niemanden darüber sprechen.
Wir können auf die Folgen der Ponzipolitik warten, in Form von Hungersnöten, Flüchtlingsströmen, Kriegen und letztendlich der Unbewohnbarkeit dieses Planeten.
Oder wir können uns für eine ganz andere Politik entscheiden, in der Langlebigkeit und Mitleben zentral stehen. Albert Einstein führte schon an, dass man keine Probleme aus derselben Denkweise heraus löst, in der sie verursacht worden sind. Das Zugrundegehen durch die Ponzipolitik wird durch den Wähler bestimmt werden.
Ein schöne Neuigkeit zum Schluss, das niederländische, monatlich erscheinende Blatt Opzij hat die 100 mächtigsten Frauen (in 10 Kategorien) in den Niederlanden gewählt. Ich war auch dabei, ich bin, zusammen mit einer anderen Frau sogar die jüngste von den Hundert, 98 von ihnen sind vor 1972 geboren.
Ein toller Ansporn für unsere Bewegung, wir werden nicht länger negiert, ausgelacht oder angefochten, unsere Bemühungen werden erkannt und anerkannt. Und das bedeutet einen Gewinn für die Tiere!
Bis nächste Woche!













