Es dauert keinen Monat mehr und dann ist der Klimagipfel in Kopenhagen. Es ist unverständlich, dass viele politische Leiter die Notwendigkeit einer nachhaltigen Politik immer noch nicht fühlen wollen und sogar die Krise anwenden um den Schutz für Tiere, Natur und Umwelt auf Sparflamme zu schalten, weil wir uns das im Augenblick “nicht leisten können”. Trotzdem ist es den Niederlanden gelungen Klimaspezialisten sechs politischer Parteien, unter anderem unser Senator Niko Koffeman, zusammen arbeiten zu lassen. Unterstehender Artikel wurde von ihnen gemeinsam unterschrieben!
Rettung des Klimas erfordert andere Politik
Erfolg in Kopenhagen erfordert weltweite Verabredungen um eine Klima-Änderung zu verhindern. Durch das Unglück in der Form von Überschwemmungen, Nahrungsmangel, Klimaflüchtlinge, die unserer Generation vorhergesagt wird, bleibt uns nur eine Möglichkeit übrig: sich einsetzen für ein no regret scenario, dass sowieso führt zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Parteipolitik darf die Kräftebündlung die von Kopenhagen erfordert wird nicht verhindern. Jeder, der im Namen der Niederlande nach Kopenhagen fährt, muss davon durchdrungen sein.
Es gibt deutliche Parallelen zwischen der wirtschaftlichen und der Klimakrise. Wir wurden überrascht von der Schnellheit mit der die finanzielle Krise sich verbreitete und jetzt schließen fast alle Wissenschaftler, dass die Heizung der Erde schneller als erwartet verläuft und damit die Biodiversität und Nahrungssicherheit gefährdet wird. Es gibt Klimawissenschaftler, die eine kontrollierte Rezession nicht als eine Bedrohung, sondern als Beginn einer Lösung sehen, notwendig um den Ausstoß Treibhausgase zu vermindern. Die politischen Leiter verstehen das noch nicht.
Die Blockade für eine effektive Klimapolitik liegt nicht in physikalischen oder finanziellen Unmöglichkeiten. Die technischen und poltischen Lösungen für eine saubere und nachhaltige Wirtschaft gibt es und werden sogar von einigen Ländern ausgeübt und stimuliert. Dänemark hat es geschafft den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern ohne Wohlstand einzuliefern. Dieses Land ist Spitzenfunktionär in Windenergie und will die Hälfte aller Energie mit Windmühlen erzeugen. Auch das elektrische Fahren wird stimuliert. Dänemark zeigt wieviel eigentlich möglich ist, wenn die Poltik eine zusammenhängende Meinung teilt und ausführt.
In den Niederlanden gelingt das noch nicht. Manche Politik scheint sogar wie Irrwege zu sein: Biobrennstoff mischen mit Dieselöl, Abfallverbrennung als Lieferant von “grünem Strom”’.
Wir glauben, dass das Marktmechanismus gut benutzt werden kann um eine nachhaltige Gesellschaft zu organisieren: ein ehrlicher Preis für Produkte, wobei die gesellschaftlichen Kosten im Endpreis verrechnet werden. Mit Steuern für fossile Energie und Fleischproduktion ändert sich die Art und Weise von produzieren und konsumieren. Warum verbieten wir die Glühbirnen, fragen wir Menschen ihren Urlaub nicht so weit weg zu verbringen aber stimulieren wir den Fleischkonsum mit Steuergeldern. Wenn schädliche und positive Folgen jedes Produkts im Preis mitberechnet werden, wird der Markt seine Arbeit tun, weil der Preis die wirklichen Kosten zeigt. Der Konsument trifft dann eine Wahl, die übereinstimmt mit den eigenen Interessen und den ihrer Kinder. Mehr von dem gleichen macht uns nicht glücklicher. Immer mehr Menschen haben Übergewicht und fühlen sich schuldig, weil unser Konsum die Regenerationsmöglichkeiten der Erde übersteigt.
Eine nachhaltige Wirtschaft ist nicht nur für entwickelte Länder gut, sondern auch für arme uns sich entwickelnde Länder. Fair trade und nachhaltige Grundstoffebenutzung sind für diese Länder unentbehrlich. Das Ziel um weltweit 20% oder mehr der CO2-Ausstoß zu reduzieren im Jahre 2020 ist nicht zu schaffen wenn das keine merkbaren Vorteile bringt.
Die Perspektive eines weltweiten Arraangements, bei dem Entwaldung, Verlust der Biodiversität und Umweltverschmutzung in Zusammenhang verhindert wird ist die einzige Weise um Länder für eine gemeinsame, andere, ehrgeizige Klimapolitik zu überzeugen.
Die Niederlande ergriffen schon eher die Initiative: in Amsterdam wurden die ersten Aktien verhandelt, hier entstand die erste Multinational und startete die erste industrielle Revolution in der Zaanstreek (das ist eine Gemeinde der Niederlande). Die Windmühle ist heute die Basis einer nachhaltigen Energieversorgung. In Kopenhagen müssen wir aufs Neue zeigen, dass wir die Dringlichkeit verstehen und hoffentlich führt das zu kreativen Lösungen.
Bis nächste Woche













