Diese Woche waren wir sehr mit dem Krisen und Wiederherstellungsgesetz im niederländischen Parlament beschäftigt. Unter dem Deckmantel der „Krisenbekämpfung“ werden allerlei infrastrukturelle Projekte, wie das Anlegen neuer Wege, beschleunigt, und das Mitspracherecht eingeschränkt, wodurch Tiere, Natur und Umwelt zusätzlich außen vorgelassen werden. Eine skandalöse Vorgehensweise, gegen die wir natürlich Einspruch erhoben haben. Wir hoffen, dass der Antrag wenigstens vom Senat abgewiesen wird. Unser Vertreter wird auf jeden Fall alles erdenkliche tun.
Die Diskussion über die Zuweisung eines extra Sitzes im europäischen Parlament sieht leider nicht sehr hoffnungsvoll aus. Obwohl deutlich ist, dass, hätte die Regierung dem Ratschlag des Bundeswahlbüros Folge geleistet, der Sitz der Partei für Tiere zuerkannt worden wäre, scheinen sich andere politische Parteien in den Niederlanden daran nicht zu halten. Die niederländischen Zeitungen berichten darüber, dass der Sitz der anti-islamistischen Partei für die Freiheit (PVV) von Geert Wilders „zuerkannt“ werden soll. Die Bundestagsdebatte soll darüber noch geführt werden müssen. Wir werden unser Bestes tun, allerdings verheißen die Vorzeichen nichts Gutes.
Heute nacht wurde bei einem unserer Vorsitzenden der provinzialen Arbeitsgruppen ein aufgespießter, blutiger Schafskopf in den Vorgarten gepflanzt. Aus dem Begleitbrief ging hervor, dass der Täter sich über den Umstand Sorgen machte, dass sie an einer Diskussion über die Fangeinschränkung des (sehr bedrohten) Herings teilgenommen hatte. „Sie kann sich besser um das rituelle Schlachten bemühen!“.
Lass das dann mal ein Thema sein, worüber unsere Partei eine Initiativgesetz gemacht hat! Aber ja, Menschen, die Tiere hassen und Tierschützer gerne in ein schlechtes Licht rücken, sind doch kaum mit Argumenten zu überzeugen. Wer sieht, was sie anderen Menschen antun, braucht wenig Phantasie, um sich vorstellen zu können, wie sie mit Tieren umgehen.

In Kürze werde ich nach Kopenhagen zur Klimakonferenz abreisen. Wir werden Meat the Truth zeigen und ich freue mich sehr darauf Geistesgenossen aus aller Welt ( wie zum Beispiel die gewaltige Marly Winckler vom brasilianischen Vegetarierbund) zu treffen in Kopenhagen.
Diese Woche habe ich den mutmachenden Bericht des amerikanischen Wissenschaftlers Patrick O.Brown gelesen, welcher sich für eine wissenschaftliche Lösung der Überkompensation von tierischen Eiweißen einsetzt, indem er Alternativen anbietet.
Solche Alternativen lassen mich hoffnungsvoll werden! Bis nächste Woche!












