Eine Woche nach Fall des Kabinetts ist die Urusganfrage noch immer an der Tagesordnung in der niederländischen Politik. Letzte Woche gab es das Kabinett auf, da die Koalitionsparteien keine Übereinstimmung erreichen konnten über die niederländische Mission in Urusgan.
Aber selbst nach dem Fall des Kabinetts und der Parlamentsmehrheit, um die Mission nicht zu verlängern, versuchen die Christdemokraten (CDA) immer noch andere Parlamentsmitglieder davon zu überzeugen, die Anfrage der NAVO zur Verlängerung der Mission noch einmal zu überdenken.
In SeaWorld Florida passiert letzte Woche ein trauriger Zwischenfall. Orka Tillikum griff kurz vor Showbeginn ihre Trainerin an, nachdem diese ins Wasser gefallen war. Die Frau ertrank. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Orka in Seaworlk einen Trainer anfällt. Die Tiere leiden nicht nur dadurch, dass sie in viel zu kleinen Bassins leben müssen, sondern stehen auch konstant unter Stress durch Langeweile und Einsamkeit. Das Unglück zeigt erneut, dass diese wunderschönen und intelligenten Tiere nicht in Vergnügensparks gehören, sondern in die freie Natur, wo sie im Familienverband leben können.
Auch Orka Lolita lebt ihr ganzen Leben schon in Gefangenschaft, aber das kann glücklicherweise geändert werden. Samstag, den 22. Mai wird eine internationale Demonstration organisiert, um Lolita frei zu bekommen. Lolita ist vor 40 Jahren gefangen worden, weggefangen von ihrer Familie und führt seitdem Shows im Seeaquarium in Miami auf. Seitdem lebt sie in einem Behälter, der eineinhalb mal größer als sie selbst ist, illegal, aber die Behörden tun nichts. Um Lolita zu befreien oder ihre Lebensumstände minimal zu verbessern, wird weltweit protestiert. Untersuchungen haben ergeben das Lolita in der Lage ist, in der Wildnis zu überleben. Am 22. Mai ist eine Demonstration in Den Haag bei der amerikanischen Botschaft geplant. Wollen Sie helfen Lolita die Freiheit zurückzugeben? Gehen Sie zur Webseite ‘save lolita’, um geplante Demonstrationen in Ihrer Umgebung zu finden oder melden Sie eine Stadt an, um dort zu demonstrieren.
Donnerstag habe ich in der zweiten Kammer während einer Mitglieder- und Pressezusammenkunft den parlamentarischen Jahresbericht 2008-2009 präsentiert, ein Rückblick auf weitere 1000 Tage Partei für die Tiere im Parlament! Die Partei für die Tiere ist die einzige niederländische Partei, welche auf diese Art Verantwortung über ihre Arbeit an ihre Anhänger und die Außenwelt ablegt. Wir haben viele gute Dinge in diesen 1000 Tagen erreicht, so wird beispielsweise der Konsumübergang von tierischen Eiweißen auf pflanzliche Eiweiße (weniger Fleisch essen) in die Regierungspolitik aufgenommen und hat das Kabinett sechs Millionen Euro zur Untersuchung nach Fleischersatz bereitgestellt. Auch sorgte die Partei für die Tiere dafür, dass der größere Käfig für Legehennen nicht eingeführt werden konnte und wir haben eine Initiativgesetz für das unbetäubte, rituelle Schlachten eingereicht. Es herrschte allgemein großes Interesse für unsere Präsentation des Jahresberichtes und ich kann auf einen schönen und interessanten Tag zurückblicken.
Noch etwas Positives, der größte Abnehmer von Palmöl, Unilever, hat seine Lieferanten aufgefordert, keine Geschäfte mehr mit dem indonesischen Palmölproduzenten Duta Palma zu tätigen. Diese Firma ist für die totale Verwüstung von Regenwäldern und der Bedrohung des Orang Utans verantwortlich. Die indonesische Regierung erklärte, dass das Abholzen des Regenwaldes 50.000 Orang Utans das Leben gekostet hat. Unilever verwendet Palmöl in zahlreichen Produkten, wie etwa Plätzchen, Chips, Eis, Magarine und Seife und will ab 2015 lediglich noch Palmöl verwenden, welches umweltfreundlich hergestellt wird. Sehr schöne Entwicklung!
Nächste Woche wird spannend. Am 3. März sind die Gemeindewahlen und die Partei für die Tiere bewirbt sich in 6 Gemeinden. Nächstes Mal lasse ich Sie wissen, wie die Wahlen verlaufen sind!
Bis bald












