Die Schweizer haben vorige Woche in einer Volksabstimmung leider die Möglichkeit zu einem Tieranwalt für alle Regionalparlamente mit siebzig zu dreißig Prozent abgelehnt. Die Volksabstimmung war eine Initiative der Tierschutzanwalt-Initiative. Sie will mit einem Tieranwalt die Tierquälerei weiter zurückdrängen. Im Regionalparlament Zürich haben Tiere bereits seit dem Jahr 1992 Recht auf juridische Hilfe und dies bleibt selbstverständlich so. Obwohl es viel Unverständnis gibt (wie kann ein Pferd zum Gericht gehen?), findet die Partei für die Tiere es einen großen Durchbruch, dass 30% der Schweizer für den Vorschlag sind.
Die Schweiz schützt Tiere sowieso besser als die Niederlande. Hühner dürfen nicht in Käfigen wohnen, Kaninchen dürfen nicht alleine wohnen, und Fische dürfen nicht in die Toilette geworfen werden. So weit sind wir leider in den Niederlanden noch nicht, aber ich hoffe, dass eine Änderung bald kommen wird. Nach den Wahlen vom 9. Juni kann die Partei für die Tiere vielleicht ein tierfreundliches Kabinett ermöglichen. Es sind also aussichtsreiche Zeiten!
In der vergangenen Woche habe ich Minister Verburg (Landbauminister) Fragen gestellt über die übermäßige Benutzung von Antibiotika in der Viehwirtschaft. Der Minister aber will nichts machen gegen den Missbrauch vom Antibiotikum „“Celasporinen““ in der Viehwirtschaft. Laut der Partei für die Tiere ist das Risiko, dass dieses Mittel für Menschen in der Zukunft nicht mehr heilsam ist, obwohl dieses Mittel bei bakteriellen Infektionen die letzte Hoffnung ist.
Die Antibiotikabenutzung sollte in den Niederlanden sowieso verringert werden, denn wir sind Großabnehmer in Europa. Die Antibiotikumanwendung hat in den vergangenen zehn Jahren um 80% zugenommen, weil auf diese Weise gegen sehr niedrige Kosten produziert werden kann. Und weil Tierärzte dieses Mittel liefern, haben sie wirtschaftliche Interessen.
In der Europäischen Union sind „“Cefalosporinen““ schon seit längerem verboten. Darum ist es unverständlich, dass der Minister nicht auftritt. Warum verbietet sie die Benutzung dieses verbotenen Mittels einfach nicht? Scheinbar findet der Minister die wirtschaftlichen Interessen wichtiger als die Volksgesundheit.
Diese Jahr startet die Kampagne der Christlichen Demokraten (CDA) sehr früh mit der Ausgabe von 830.000 glossy Zeitschriften mit dem Namen des Landbauministers „“Gerda““. Diese Zeitschrift wurde während einer Dringlichkeitsdebatte mit einer satten Mehrheit im Parlament abgelehnt. Es wurde 400.000 Euro für diese Zeitschrift, als eine Art CDA-Werbung mit Steuerngeldern bezahlt. Die Partei für die Tiere findet es unverschämt, dass diese Zeitschrift den Landbauminister auf Kosten des Steuerzahlers verherrlicht. Während der Dringlichkeitsdebatte erklärte Minister Verburg, dass sie nie die Absicht hatte sich so zu profilieren. Sie bedauert das Bild, dass wegen der Ausgabe von „“Gerda““ entstanden ist.

Ich fand die Erklärung von Minister Verburg nicht genügend und brachte einen Antrag von Betrübnis gegen Minister Verburg ein. Diesen Antrag bekam eine satte Mehrheit im Parlament.
Jetzt müssen wir Minister Verburg noch so weit kriegen, die Anwendung von Antibiotika in der Viehwirtschaft zu verbieten!
Bis nächste Woche!












