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Woche 11 - 2010

Der Eisbär wird durch die niederländische Regierung in die Kälte gesetzt. Die Ministerin der Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittelqualität (LNV) Gerda Verburg, stimmte bei der, in dieser Woche stattfindenden CITES Konferenz, gegen einen Vorschlag, den kommerziellen Handel mit Eisbärfellen.- Tatzen.- und Zähnen zu verbieten. Die Partei für die Tiere hat mit Hilfe der Mehrheit des Parlaments Ministerin Verburg aufgetragen, sich gerade im EU Verband dafür einzusetzen, dass der kommerzielle Handel in Eisbären verboten wird. Ministerin Verburg bringt damit nicht nur den Eisbären erneut in Gefahr, sondern widersetzt sich zudem auch noch dem Willen des Parlaments.

Die Partei für die Tiere hat einen Antrag zum Erhalt des Eisbären eingereicht. Dieser ist stark bedroht durch das Schmelzen der Polarkappen. Auf der CITES Konferenz erarbeiten 175 Länder Absprachen, um den Handel mit bedrohten Tierarten weiter einzuschränken. Donnerstag ist klar geworden, das der Vorschlag, dem Eisbär den höchsten Schutzfaktor (Appendix1) zu zuerkennen, nicht geglückt ist. Auch ein erneuter Vorschlag, mit dem das gleiche Ergebnis erzielt werden könnte, ist unter anderem durch die Handelsweise der niederländischen Ministerin abgewiesen worden.

Während der CITES-Konferenz ist leider auch der Antrag eines Fangverbotes, des mit Aussterben bedrohten Blauflossen-Thunfisch (roter Thun) abgewiesen worden. Alles aufgrund ökonomischer Interessen und all den anderen Gründen, die wir uns zunutze machen, um diesen Planeten unbewohnbar zu machen. Ein Blauflossen Thunfisch erzielt 80.000 €, Fischer und Händler fischen deshalb immer schneller die letzten Exemplare, frieren diese ein, weil sie eine enorme Preissteigerung erwarten, wenn der Fisch beinahe ausgestorben ist. Die Partei für die Tiere setzt sich seit Jahren dafür ein, dass der Blauflossen Thunfisch im Kader von CITES auf die Liste der geschützten Tierarten gesetzt wird. Ende 2009 ist ein Vorschlag der Partei für die Tiere angenommen worden, in dem die niederländische Regierung dringend darum gebeten wird, ein Fangverbot für Blauflossen Thunfisch europaweit einführen.

Jagd auf Blauflossen Thunfisch

Mittwoch haben wir eine Eildebatte über die Oostvaarderplassen, ein Naturschutzgebiet in der Provinz Flevoland, einberufen. In dem umzäunten Gebiet sind vor 30 Jahren Edelhirsche, Konikpferde und Hangrinder ausgesetzt worden. Diese Tiere sollten weitgehend allein zurechtkommen. Dies wird mittlerweile immer öfter kritisiert. Während strenger Winter sterben ca. 20% der Tiere den Hungertod. Die schrecklichen Bilder sind im Fernsehen ausgestrahlt worden und haben damit auf ein ernsthaftes Problem aufmerksam gemacht. Dies kann gelöst werden, indem man vorzeitig in den natürlichen Selektionsprozess eingreift .

Wir haben deshalb im Parlament gefordert, dass mehr Menschen in der staatlichen Forstverwaltung eingesetzt werden, um eine rechtzeitige Euthanasie zu ermöglichen, für die Tiere, die dem natürlichen Selektionsprozess preisgegeben werden. Die Partei für die Tiere lehnt normalerweise das Aussetzen von Tieren ab, und erst recht, wenn es um das Aussetzen in umzäunten Gebieten geht. Die wichtigste Frage ist jetzt, ob die Menschen es akzeptieren, dass die Natur sich selbst reguliert, oder ob man präventiv in die Population durch Jagd und Zufüttern eingreifen sollte. Wenn man denkt, dass wilde Tiere niemals Hunger leiden sollten, müssen Naturschutzgebiete in Hirsch- und Rehgebiete verändern diese gefüttert werden, und wenn es zu viele Tiere werden, diese töten. Dieses unterstützt die Partei für die Tiere nicht. Wir wollen allerdings das die Naturschutzgebiete in Holland verbunden werden, damit die Tiere die Chance bekommen zu migrieren.

Esther Ouwehand und ich während eines Arbeitsbesuches in den Oostvaardersplassen am 12 März 2010.

Bis nächste Woche !