Es war wieder eine Woche mit vielen Gesprächen und Debatten mit dem demissionierten Landbauminister Gerda Verburg. Es war überhaupt nicht hoffnungsvoll, aber wir versuchen es weiter!
Während der mündlichen Fragenstunde in der Zweiten Kammer hatte ich eine Debatte mit Minister Verburg über die Tatsache, dass die niederländische Provinz Noord-Brabant keine Schweinehochhäuser und Hühnerfabriken mehr will. Auch jetzt erklärte der Minister, wie schon eher in der Tageszeitung „Trouw“, dass man diese Debatte nicht mit den Gefühlen führen darf. Ich habe den Minister darauf gefragt, welche Gefühle sie aus der Tatsache entdecken kann, dass die Viehwirtschaft für Krankheiten wie das Q-Fieber, MRSA-Bakterien, die Hühnerpest und die Schweinepest verantwortlich ist. Der Minister antwortete, dass meine ganze Problemstellung ein großes Gefühl sei….
Das Konzept wurde nicht ausgedacht um Tieren ein besseres Leben zu schenken, sondern dafür effizienter und billiger zu produzieren. Auf diese Weise ist die Chance auf ein besseres Tierleben immer weiter weg und schließt die Tür für eine Viehwirtschaft, in der die Interessen der Tiere im Mittelpunkt stehen.

Außerdem hat Minister Verburg in der vergangenen Woche einige Verbesserungen in der Schweinwirtschaft rückgängig gemacht. Das ist eine große Schande! Leider gelang es uns nicht um den Brief, den der Minister über diese Sache zur Zweiten Kammer schickte, kontrovers zu erklären. Unter anderem, weil Kammermitglied Dion Graus von der Partei für die Freiheit, es nicht nötig fand. Er erklärte, dass seine Kaninchen zu Hause auch zusammen in einer Ecke sind und dass Tiere nicht mehr Raum brauchen. Unglaublich!
Schon im Jahre 1998 wurde entschlossen, dass Tiere besser behandelt werden sollten. Sie brauchten mehr Raum, dürften in Gruppen zusammen leben und sollten nicht auf Rosten leben. Trotzdem investiert der Schweinesektor nicht in gute Unterkünfte für Tiere. Dies sollte bereits im Jahre 2008 erreicht worden sein, aber der Sektor bekam bis zum Jahre 2013 Aufschub. Danach machte der Schweinesektor ein Lobby beim Minister und dieser schien für diese flehentlichen Bitten empfindlich zu sein. Sie teilte mit, die Flächenormen, womit Schweine Recht hatten auf etwas mehr Raum, endgültig zu streichen.
Und dann führten wir diese Woche auch noch eine Debatte über die große illegale Benutzung von Antibiotika in der Geflügelwirtschaft. In der Worldlog von Woche 10 erzählte ich bereits Minister Verburg einige mündliche Fragen über diese ernsthafte Sache gestellt zu haben. Für die Viehwirtschaft ist es wichtig Antibiotika zu benutzen weil sie dann ziemlich billig produzieren können. Auch Tierärzte haben wirtschaftliches Interesse weil sie die Antibiotika liefern.
Minister Verburg verweigert Schritte gegen die Benutzung von „’Celalosporinen“’ zu unternehmen. Sie wird schon mit Tierärzten über den Verkauf von Antibiotika reden. In diesem Gespräch nimmt sie die Bitte der Partei für die Tiere mit. Ich bin mit der Haltung des Ministers sehr unzufrieden und versuche weiterhin die Benutzung der Antibiotika zu beenden.
Und was ich vergangenen Mittwoch begegnete, will ich Ihnen nicht enthalten. Es ist ein russischer Bauer der seinen Kühen Aussicht auf die Alpen bietet. „a glimpse of what might have been““. Besser kann die Viehwirtschaft nicht ausgebildet werden.

Bis nächste Woche, Marianne.












