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Woche 14 - 2010

Die Ziegenzucht darf der Meinung Ministers Verburg (Landbau, Natur und Ernährungsqualität) nach, ab dem 1. Juni wieder anfangen, trotz der sehr gefährlichen Krankheit Q-Fieber. In den Niederlanden wurden über 4000 Menschen krank wegen des Q-Fiebers und davon sind bereits mehr als 10 Menschen gestorben. Anlässlich des Q-Fiebers gab es ein nationales Zuchtverbot um Verbreitung der Krankheit zu verhüten. Wir sind wirklich böse, dass dieses Verbot jetzt nicht mehr gültig ist, weil die Risiken nicht völlig deutlich sind. Es ist aber klar, dass die Wirtschaft wieder wichtiger als die Volksgesundheit ist. Die Partei für die Tiere wird einen Antrag einbringen um die Lockerung der Q-Fieber-Maßnahmen entgegenzugehen.

Hoffentlich bekommen wir im Jahre 2010 neue Kollegen im belgischen Parlament. Während der föderativen Wahlen in 2011 machen zwei Parteien mit, die die Interessen der Tiere wichtig finden. Die erste Partei hat denselben Namen als wir haben: Die Partei für die Tiere nahm bereits an den Wahlen in Antwerpen teil. In ihrem Programm werden mehr Rechte für Tiere verlangt. Die zweite Partei ist die Partei für das Tierwohl. Diese Partei will besser mit streunenden Katzen umgehen, will eine Tierpolizei und höhere Strafe gegen Tiermisshandlung. In Belgien gibt es eine Fünf-Prozent-Klausel. Dies bedeutet, dass beide Parteien tüchtig arbeiten müssen um ins Parlament treten zu können. Ich wünsche beiden Parteien viel Erfolg und bin über ihre Pläne zur Fusionierung sehr begeistert.

In Kanada ist am Donnerstag die jährliche Robbenschlachtung wieder angefangen. Obwohl wegen des europäischen Einfuhrverbotes der Markt für Seehundepelz nicht so groß mehr ist, ist die Seehundeanzahl, dass nördlich von Newfoundland und Labrador getötet werden darf um 15% auf 330.000 zugenommen. Die Robbenjagd vor der Ostküste Kanadas ist die größte der Welt. In Europa gibt es großen Widerstand gegen diese Jagd durch die Weise worauf die jungen Seehunde getötet und enthäutet werden.

In den Niederlanden wurde der Gesetzentwurf um die Pelztierzucht zu beenden im letzten Augenblick im Senat zurückgezogen. Die kleinen christlichen Parteien drohten gegen den Vorschlag zu stimmen, weil sie ein späteres Einführungsdatum wollten und einen besseren Schadensersatz für die Züchter. Weil die erste Kammer einen Gesetzentwurf nicht ändern kann, geht der Entwurf jetzt in die Zweite Kammer zurück. Dieser Entwurf wird erst im neuen Kabinett besprochen werden, weil in den Niederlanden am 9. Juni die Wahlen stattfinden. Wie dem auch sei, die Partei für die Tiere arbeitet weiter die Pelztierzucht in den Niederlanden endgültig zu verbieten.

Schließlich möchte ich erwähnen, dass immer mehr politische Parteien das Tierwohl in ihr Wahlprogramm aufnehmen. Diese Woche hat die politische Partei „“Demokraten 66’“ (D66) eine „“Kilo-Steuer“’ vorgeschlagen. Sie wollen auf nicht biologisches Fleisch eine höhere Steuer von 19% statt 6%. Die christliche politische Partei hat auf der Kandidatenliste jemanden vom Zentrum für Landbau und Umwelt gestellt und diese Person ist kritisch über den Konsum tierlicher Eiweiße. Wenn wir nicht in der Zweiten Kammer waren, wäre dies nie passiert. Super!

Bis nächste Woche,
Marianne