Vom Niederländer Erwin Vermeulen, der am 16. Dezember in der japanischen Küstenstadt Taiji verhaftet wurde, habe ich bereits berichtet. Als Freiwilliger der Sea Shepherd versuchte er den Handel von Delfinen und die darauf folgenden Schlachtungen zu fotografieren. In den Niederlanden wird viel über den Prozess gegen Erwin diskutiert und was die Inhaftierung und die Behandlung von Erwin betrifft, gibt es noch so einige Missverständnisse.
Auch innerhalb unserer Partei beschäftigt uns dieser Fall sehr. Das ist auch der Grund, dass wir den Film The Cove in einer von uns organisierten Benefizveranstaltung, zeigten. Darüber habe ich bereits in meinem Weltlog der vergangenen Woche berichtet. Es war eine gute und inspirierende Vorstellung, mit Eintrittskarten und Spenden haben wir insgesamt 2500€ für Erwins rechtliche Kosten eingesammelt. Ein guter Betrag, der hoffentlich zu der schnellen Heimkehr Erwins auf niederländischen Boden beiträgt. Der nächste Gerichtstermin ist am 16. Februar. Es folgt eine kurze Fotoreportage der Benefizveranstaltung:
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Dienstag den 7. Februar organisiert unsere Fraktion eine besondere Parlamentssitzung über Erwin. Alle politischen Parteien sind eingeladen und Besucher sind ebenfalls willkommen. Der Direktor der Sea Shepherd Niederlande, Geert Vons und der Vater Erwin Vermeulens, Ad Vermeulen werden bei dieser Sitzung sprechen. Ausserdem werden wir den Film The Cove zeigen.
PiepVandaag (Piep Heute), die Internetgemeinde von Menschen die sich für Tiere, Natur und Umwelt einsetzen, ist eine E-mail Kampagne für Erwin begonnen. Diese wird an die japanische Botschaft überreicht und ist auch auf Englisch zu lesen, darum hoffe ich das ihr alle unterschreiben werdet!
Vergangene Woche ist es gelungen, den vertrauensunwürdigen Hundehandel zu bekämpfen. Staatssekretär Bleker wird, nach kritischen Fragen von Esther Ouwehand, den Hundehandel stärker unter Beobachtung stellen. Esther wies Bleker darauf hin, dass die Registrierungspflicht von Welpen, welche Bleker einführen wird, wenig Sinn macht, wenn nicht auch bekannt ist, wo die Welpen herkommen. Gerade professionelle Züchter halten Muttertiere oft unter erbärmlichen Umständen. Diese Umstände zu kontrollieren ist notwendig, um den dubiösen Hundehandel in Schach zu halten. Wir kämpfen schon seit Jahren gegen die kommerziellen Züchter und skrupellosen Hundehändler. Züchter aus Osteuropa, aber auch aus den Niederlanden, verhalten sich oft respektlos gegenüber Tieren in ihrer blinden Gier nach Profit, wodurch die Tiere fürchterlich leiden müssen.
Aufgrund zwei grosser Artikel in der Tageszeitung "Trouw" und einer Fernsehreportage des Nachrichtenmagazins "Nieuwsuur", hat die sehr schlechte Situation der Stachelmakrele (carangidae) viel Aufmerksamkeit bekommen. Dieser Fisch wird hauptsächlich in den Gewässern um Chile gefangen. Mit riesigen Fischerbooten, Trawlers genannt, wurden die gesamten Stachelmakrelbestände weggefischt. Ein Teil der gefangenen Stachelmakrele wird als Schweinefutter in der intensiven Viehzucht benutzt... Einige dieser grossen fahrenden Fischfabriken kommen aus den Niederlanden. Es ist unglaublich, wie in rasendem Tempo unsere Meere und Ozeane geplündert werden und aus den Niederlanden und Europa noch immer keine verbindlichen Absprachen gemacht werden, um den Fang, von zum Beispiel der Stachelmakrele, zu unterbinden. Unsere Parlamentsfraktion hat hierzu eine Debatte gefordert, welche am 15. Februar stattfinden wird.
Zum Schluss noch einige wunderbare und konfrontierende Fotos von The Big Picture. Diesmal geht es darum, wie Menschen sich erschöpfend bemühen, die Erde auszubeuten.
Bis nächste Woche!












