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Woche 15 - 2008

In der vergangenen Woche gab es in den Niederalnden viele Aufregung über ein Schlachthaus im Norden der Niederlande wo es viele Misstände geben würde wogegen die staatlichen Aufseher nicht auftreten. Das niederländische Konsumentenprogramm “Radar” berichtete über die Situation und ich bin selber vom niederländischen Aktualitätenprogramm “1 vandaag” interviewt worden.
Selbstverständlich sind diese Programme für die meisten von Ihnen wegen der Sprache schwer zu verstehen, aber die Bilder bei Radar sprechen eigentlich für sich.

Inzwischen hat das berüchtigte Schlachthaus mit ihren Schlachtaktivitäten aufgehört, denn keiner wagt es noch Tiere anzuliefern, weil das Schlachthaus momentan im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit steht.


Auf den verschiedenen Internetforen reagieren die Viehhalter gelassen. Es ist klar, dass die Misstände für sie erkennbar sind und nicht toleriert werden können.

Am vergangenen Dienstag hatte die Partei für die Tiere in der Zweiten Kammer einen guten Erfolg. Wir haben bewerkstelligt, dass die niederländische Regierung die Europäische Kommission fragen muss, ob die niederländische Fleischbeschau den europäischen Regeln entspricht. Gegenwärtig wird diese Fleischbeschau von einem Privatbetrieb ausgeführt. Dieser Betrieb ist Teil der Fleischindustrie und wird geleitet von unter anderem prominenten Mitgliedern der christlichen demokratischen Regierungspartei. (Der niederländische Minister für Landwirtschaft gehört auch dieser Partei!).


Landwirtschaftsministerin, Natur
und Lebensmittelqualitiät

Dieser Betrieb für Fleischbeschau erzielt viel Gewinn. Zugleich aber bekommt dieser Betrieb Steuereinnahmen, aber zahlt selber keine Körperschaftssteuer. Natürlich kann jeder verstehen dass es sehr unlogisch ist, dass der Metzger sein eigenes Fleisch beschauen darf. Noch schlimmer wird es wenn man weiß, dass ein Schwesterunternehmen eine Versicherung anbietet gegen das untauglich erklären von Schlachtvieh. Interessenverflechtung liegt hier auf der Lauer.

Nicht nur für die Volksgesundheit, sondern auch für die Tiere ist es von wesentlicher Bedeutung, dass in dieser Angelegenheit alles ans Licht kommt. Darum ist es wirklich fantastisch, dass eine Mehrheit des niederländischen Parlaments den Vorschag der Partei für die Tiere unterstützt um diese Situation der Europäischen Union vorzulegen.

Etwas anderes.
Vorige Woche haben wir am Sonntag die Aufnahmen für den Klimafilm Meat The Truth beendet.
Hier sehen Sie eine knappe Bilderimpression der Aufnahmen.


Für die Premiere in London (am 19. Mai) und in New York (Juni) sind alle Vorbereitungen in vollem Gang.
Und in den nächsten Wochen beginnen auch die Filmvorführungen in den niederländischen Programmkinos und Theatern. Meistens wird dies kombiniert mit einer Diskussion mit dem Publikum, wenn der Film zu Ende ist.

Bis nächste Woche!