Home 
News 
About us 
Q&A 
Help us 
FOR THE PRESS 
Videos 
Deutsch
Woche 17 - 2008

Diese Woche haben wir in Los Angeles, bei Pamela Anderson zuhause Aufnahmen gemacht. Sie ist sehr begeistert über die Partei für die Tiere und will unbedingt etwas zu Meat the Truth beitragen.
Auch Brigitte Bardot sprach diese Woche, während eines Interviews mit einem niederländischen Blatt, lobend über die Partei für die Tiere. Es ist sehr schön zu merken, daß unsere Arbeit im niederländischen Parlament stets mehr Aufmerksamkeit im Ausland erzeugt.

Dieses Wochenende wird letzte Hand an die Montage der internationalen Version von Meat the Truth gelegt. Letzte Woche war die Premiere der niederländischen Version in niederländischen Kinos, das Publikums war begeistert. Sehr viele Menschen haben nach Ende der Vorführung angegeben, zumindest für ein paar Tage, wenn nicht gar ganz auf den Fleischverzehr zu verzichten. Letzte Woche stand in einer, der führenden Zeitungen von den Niederlanden, dem NRC, ein hervorragender Artikel über eine “wissenschaftliche Analyse” der Universität Wageningen über Meat the Truth.

Aalt Dijkhuizen, Vorstandsvorsitzender
UR Wageningen

Die Universität Wageningen war früher vor allem wegen ihrer Kenntnis von Landbau und Umwelt bekannt, hat sich aber in den letzten Jahren dahingehend entwickelt, das viele Länder Wageningen vor allem im Verband mit Kükenfegemaschinen, Legebatteriesystemen und anderen Marterwerkzeugen für die Viehhalterei kennen.

Wageningen ist enorm mit dem Fleischsektor verwoben und hat deshalb beschlossen, den Film Meat the Truth auf Anfrage einer Kommissionsvorsitzenden aus dem niederländischen Parlament, der Schweinezüchterin Annie Schreijer-Pierik, genaustens zu untersuchen. Fr. Schreijer-Pierik war der Meinung, daß unser Film hauptsächlich aus “verdrehten Tatsachen” bestehen würde.

Der Vorsitzende der Universität Wageningen Hr. Dijkhuizen ist in den eigenen Reihen nicht unumstritten, da er als der teurerste Universitätsleiter von den Niederlanden gilt, und , da er vormals bei Nutreco ( Viehfuttergigant) tätig war, eine Vielzahl von Ratgeberfunktionen im Vieh- und Fleischsektor innehat. Er sorgte u.a. dafür, daß 7 Fleisch- und Molkereiprodukteprofessoren angestellt wurden, die gleichzeitig Funktionen in der Fleisch- und Molkereiindustrie innehaben, und für ihre Unterrichtsarbeit bezahlt werden durch...... die Fleisch- und Molkereiprodukteindustrie. 36% der Wageningsen Hochschullehrer sind gesponsert, nicht nur durch die Molkereiprodukte- und Fleischindustrie, auch z. Bsp. durch die niederländisch Königliche Jägervereinigung.

Naja, wir haben ja schon läuten gehört, daß Wissenschaftler der Wageningen UR gerne mit uns über Meat the Truth sprechen würden. Wir wussten, daß Wageningen bereits recherchierte, als wir letzte Woche Freitag hörten, daß Wageningen einen Report erstellt haben sollte, den sie, für vergangenen Montag, als Exklusivbericht an das Radioprogramm 1 De Ochtenen versprochen hatten.

Aalt Dijkhuizen selbst sollte in das Studio kommen, um den Report zu präsentieren, aber er wollte sich der Debatte nicht stellen. Unser Senator Niko Koffeman sollte nur ein Statement als Reaktion abgeben dürfen.

Niko Koffeman, erster Abgeordneter
der Partei für die Tiere

Die Redaktion des Programms durfte uns die Ergebnisse des Reports erst kurz vor Ausstrahlung aushändigen, wir durften uns nicht vorbereiten auf eine eventuelle Reaktion, obwohl der “Report” schon vergangene Woche an die niederländische Landwirtschaftsministerin Verburg und die Kommissionsvorsitzende Schreijer-Pierik(beide von der Christdemokratischen Partei)versandt worden war.

Wir haben deshalb selbst dafür gesorgt, daß wir den Report vor dem Wochenende in Händen hatten und mussten feststellen, daß dieses Reportchen nichts anderes als die wichtigsten Schlußfolgerungen von Meat the Truth befestigten konnte.

Nebenbei war der Report voller absolut unwissenschaftlicher Meinungen und Annahmen, stark eingefärbt, hervorgehend aus den Interessen des Vieh-und Fleischsektors. Welch Brot man isst……..

Anschliessend brachte die tonangebende, niederländische Zeitung NRC eine hervorragende Geschichte über Wissenschaftsredakteur Karel Knip. Der hatte mit einem der Reportsuntersucher der UR Wageningen telefoniert, und gefragt, ob sie nicht etwas Wichtiges vergessen hätten bei ihrer Berechnung des Treibgasausstosses von der niederländischen Viehhalterei. Den Import von Soja aus dem ehemals tropischen Regenwald in Brazilien!!

Ähm, sagte der Untersucher Dr. Peter Kuikman, daß könnte man tatsächlich ein Versäumnis nennen. Aber ja, lass es dann 13 oder 15% sein anstatt 9%, was macht das schon aus?

Das ist Wissenschaftausübung anno 2008 in Wageningen. Ach, was macht es schon aus, wenn du schlichtweg 50% mit deinen Ergebnissen daneben liegst.

Wageningen wird als Betrieb geführt, Hochschullehrerämter sind zu kaufen und die Ergebnisse der Untersuchung damit auch.

Eben abwarten, wieviel Selbstreinigungsvermögen Wageningen nach diesem enormen Ausrutscher vorweisen kann ;-)

Bis nächste Woche!