Diese Woche hat das Parlament einen Antrag der Partei für die Tiere angenommen, in dem die Ministerin den Auftrag erhält, innerhalb von 2 Monaten deutliche Zielvorstellungen hinsichtlich Tierschutz zu formulieren. Schon früher wurde die Ministerin zweimal durch die allgemeine Rekenkamer, eine unabhänigige Kontrollbehörde der niederländischen Regierung, auf fehlende Zielvorstellungen hinsichtlich Tierschutz- und Umweltpolitik angesprochen.
Viel Lärm rund um die niederländische Insel Texel, betreffend der Freigabe durch die niederländische Regierung, geschützte wilde Gänse einzufangen und zu vergasen. Alles bloß, weil die größte “Naturschutzorganisation” von den Niederlanden, Naturmonument (NM), fand, daß die Gänse der Uferschnepfe und anderen Weidevögeln Konkurrenz machen würden.
Das ist der grosse Unterschied zwischen Tier – und Naturschützern. Naturschützer kümmern sich nicht um Tierschutz, solange die Population mal gross genug ist. Sie sind selbst bereit, eine Populatin auszudünnen, wenn diese ihrer Meinung nach zu groß ist.

Mitarbeiter der Faunaschutzvereinigung waren vor Ort und erzählten ihre Augenzeugenberichte. Ich gebe hier einen von diesen wieder, damit Sie einen Eindruck davon bekommen:
Texel, Mordinsel
Letzten Freitag und Samstag war ich Zeuge der Ausrottungsaktion der Graugänse durch Duke Faunabeheer und die Jägerfamilie Den Hartog. Diese Aktionen fanden auf Antrag der Organisationen Natuurmonumenten (NM), Staatsbosbeheer (SBB) und der Provinz Noord-Holland statt. Ohne auch nur einen nachvollziehbaren Grund anzuführen, folgen sie blind, was LTO Nederland ihnen aufträgt.
Ich beobachte das Geschehen aus einiger Entfernung, darf das Gebiet, welches sich im Eigentum von NM befindet, nicht betreten, wegen des geschützten Status, während die Autos und Bauerntraktoren quer hindurch fahren und fühle mich so unglaublich hilflos und traurig beim Anblick, wie man mit lebenden Tieren umgeht als wären sie Abfall.
Die Grausamkeit, mit welcher, die völlig panischen Tiere zusammengetrieben und in Viehwagen geworfen werden, an Füßen hochgerissen, hineingeworfen und aufeinander gestapelt, ist nicht zu beschreiben.
Weinend und völlig machtlos muss ich mit ansehen, wie die Gänze, Eltern und Kinder laut nach ihren Familienmitgliedern rufend, im Viehwagen weggefahren werden, zum Vernichtungslager, ein gespentisches Stück Land mit großen Hallen, im Besitz eines Direktionsmitglied von Texels Verwaltung.
Dort sterben sie einen abscheulichen, schmerzvollen und langsamen Erstickungstod. Die Menschen von SBB, Verantwortliche der Provinz Noord-Holland und NM, stehen während dieser Aktion gesellig zusammen, reden, lachen, rauchen ein Zigarettchen, als ob man sich auf einem vergnüglichen Picknick befindet…….
Wie ist es möglich, daß ein Land, welches sich selbst als zivilisiert bezeichnet, mit Normen und Werten, welches das Kabinett immer wieder betont, daß ein Land so etwas zulässt.
Natuurmonumenten hat seine Seele an die Partei CDA verkauft, mit einem Bauern und Jäger als Parteivorsitzender und einem Direktor, welcher mit Lügen seine Wahnsinnspolitik hinsichtlich der Graugans versucht zu rechtfertigen. Ich kann nur hoffen, daß zahlende Mitglieder von NM massenhaft ihre Mitgliedschaft kündigen.
Ich höre noch immer das verzweifelte Gackern und die Bilder, dieser unschuldig zum Tod verurteilten Tiere werden mich ein Leben lang verfolgen. Das werde ich nie vergessen. Etwas in mir ist zerbrochen.
Ineke van den Abeele
Die Jugendorganisation der Partei für die Tiere, PINK!,hat am 18 Juni vor der österreichischen Botschaft in den Niederlanden, für die Freilassung von Martin Balluch, Präsident des österreichischen Verein gegen Tierfabriken (VGT) demonstriert. Martin Balluch und einige Mitglieder von VGT sind durch die österreichische Polizei festgenommen und ohne Anklage in Gefangenschaft genommen worden. PINK! fordert die sofortige Freilassung der Tierschützer von VGT. Ich habe auch eben meine Unterstützung bei dieser Aktion von PINK sehen lassen.

bis nächste Woche












