Die Sommerpause des Bundestages dauert noch zwei Wochen, aber wir sind schon emsig mit den Vorbereitungen für das nächste Parlamentsjahr beschäftigt. Es wird ein Jahr werden, in dem wir wiederrum eine kräftige Stimme für die Tiere hören lassen werden. Wir werden über ein neues Tierschutzgesetz debattieren und unser Gesetzesvorschlag über das Verbot von rituellem Schlachten wird dieses Jahr wahrscheinlich an den Bundestag vorgelegt werden. Ich bin auf jeden Fall voller Energie!
Donnerstag, den 7. August war ich in Fortaleza (Brazilien), um unsere portugiesische Version der Dokumentation Meat the Truth seine Premiere feiern zu sehen. Das Interesse war überwältigend! Viele Brazilianer fühlten sich durch den Film angesprochen, besonders die Beziehung zwischen Fleischproduktion und Abholzung von Regenwald bringt natürlich für die Brazilianer grosse Sorgen. Viele Brazilinier waren nach Beendigung der Debatte über den Film davon überzeugt, daß auch eine brazilianische Partie für die Tiere gegründet werden muss. Plenair wurde besprochen, wie eine solche Partei so schnell wie möglich gegründet werden kann. Einige machten sich sehr wohl Sorgen über die Macht der bestehenden Politik, die auch dort sehr unter dem Einfluss der Fleischindustrie steht. Das eine brazilianische Partei für die Tiere nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Ich erzählte, das auch in den Niederlanden zwischen der ansässigen Politik und der Fleischindustrie starke Verbundenheit herrscht und das, gerade darum die Partei für die Tiere die am schnellst wachsende Partei ist. Menschen in unserem Land wollen nicht länger, daß die Niederlande der Metzger und der Milchbauer von Europa sind, und das auf Kosten von Mensch,Tier,Natur und Umwelt.
Die Tatsache, daß du eine Partei für die Tiere gründest, sorgt schon für Diskussionsstoff im eigenen Land ( über die Medien ) und das allein ist schon ein enormer Vorteil. Ich vermute, daß wir über kurz oder lang notieren dürfen, daß der 7. August der Gründungstag der brazilianischen Partei für die Tiere sein wird.

Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinigten Nationen (WHO) meldete diesen Monat, daß die Stimulierung des Milch- und Fleischkonsums zu tausenden von Toten führen wird.
Zum ersten Mal wurde eine Studie über den Zusammenhang der Sterblichkeitsrate an Herz-Kreislaufkrankheiten und der EU Promotion von Fleisch und Milchprodukten durchgeführt. Die Untersuchung zeigte, daß jährlich mindestens 12 000 Tote auf das Konto der europäischen Landwirtschaftspolitik zurückzuführen sind. Die Partei für die Tiere agiert gegen die Stimulierung von Milchprodukten- und Fleischkonsum aufgrund der großen gesellschaftlichen Probleme, die dadurch entstanden sind. Neben dem Tierleid, Erwärmung der Erde, Welthunger und Verlust der Biodiversität, bleiben die volksgesundheitlichen Aspekte von Fleisch und Milchprodukten in zunehmendem Maße problematisch. Wir haben das Kabinett um eine Reaktion auf den WHO Rapport gefragt.
Bis zur nächsten Woche!












