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Woche 40 - 2008

In dieser Woche wurde in den Niederlanden ein öffentlich-rechtlicher Sender gegründet, der Tiere, Natur und Umwelt in den Mittelpunkt rücken will. Der Sender heißt Piep und wird von Karen Soeters geleitet. Sie ist Direktorin der Nicolaas G. Pierson Foundation, Projektleiter des Films Meat the Truth. In einer Woche haben sich schon 1000 Mitglieder angemeldet. Der Sender braucht am 1. April 2009 50.000 Mitglieder um vom niederländischen Staat eine Sendungslizenz für Fernsehen und Rundfunk zu bekommen. Es ist schön, dass das erste Land in der Welt mit einer Partei für die Tiere im Parlament jetzt auch den ersten öffentlich-rechtlichen Sender der Welt hat, speziell gegründet worden um Tiere im Rundfunk und Fernsehen besser zur Geltung kommen zu lassen.
Der Sender ist übrigens eine selbstständige Initiative und bestimmt einen eigenständigen Kurs. Ich bin aber sehr froh damit und bin sofort Mitglied geworden.

 

In den Niederlanden werden jährlich über 75.000 Hunde und Katzen aufgefangen. Wieviele Nagetiere, Kaninchen und andere Tiere aufgefangen werden ist nicht bekannt. Für diese Tiere bestehen kaum strukturelle Einrichtungen. Geldmangel, Kapazitätsprobleme und personalmangel: Es ist an der Tagesordnung bei den verschiedenen Tieraufnahmezentren in den Niederlanden. Im Sommer sind Asyle für Katzen und Hunde immer voll und für andere Tiere gibt es kaum Aufnahmemöglichkeiten. Es gibt für Gemeinden eine gesetzliche Regel, dass sie “Fundsachen” zwei Wochen aufbewahren. Diese Regel ist schon Jahren unzureichend um in den großen Bedarf an Aufnahmemöglichkeiten zu versehen. Die Problematik braucht nationale Aufmerksamkeit. Darum arbeitet die Partei für die Tiere an einer Gesetzesinitiative, damit man diese Problematik besser herangehen kann.

Was in unserer Gesetzesinitiative bestimmt an die Reihe kommt, ist ein Fonds, in den Züchter und Tierhandlungen einen Betrag per verkauftes Tier stürzen werden. Auch gibt es in der Gesetzesinitiave Vorschläge zur Verhinderung von Impulskäufen. Der Sektor ist auch verantwortlich für die Problematik. Wenn man süße Kaninchen in Augenhöhe im Geschäft hat, löst das Impulskäufe aus mit allen daraus sich ergebenden Folgen. Tierhandlungen und Gärtnereien verdienen mit dem Verkauf von Gesellschaftstieren viele Millionen und können deswegen sehr einfach einen Beitrag in einen Fonds zur Tieraufnahme stürzen. Die Partei für die Tiere wird später in diesem Jahr eine Anhörung organisieren, wobei Abgeordnete von verschiedenen Tieraufnahmezentren ihre Kenntnisse und Erfahrungen mit der Zweiten Kammer teilen können.

Am 2. Oktober wird in Amsterdam der Tiereball organisiert mit dem man Aufmerksamkeit bekommen will für die schwierige Lage worin Tiere sich oft befinden. Ich hatte selbst nicht die Gelegenheit, dabei anwesend zu sein, weil Meat the Truth dieses Wochenende in Hollywood Premiere hatte. Ich habe gerade erfahren, dass der Film nicht nur auf der Vorschlagsliste für das Artivist Festival steht, sondern auch für drei andere internationale Festivals. Demnächst erzähle ich mehr darüber.

Bis nächste Woche!