Grossartige Initiative von der italienischen Regierung! Letzte Woche wurde dort ein Gesetzesvorschlag für eine Krankenkasse von Hunden und Katzen präsentiert. Haustiere sind dadurch nicht länger vom Einkommen ihrer Eigentümers abhängig. Menschen unter einer bestimmten Einkommensgrenze können gratis einen Tierarzt aufsuchen, Impfungen, Sterilisationen und Kastrationen werden vergütet. Eine hervorragende Idee, und wie man hört, kann man auf eine breite Unterstützung der italienischen Politiker rechnen. Wir haben die niederländischen Landwirtschaftministerin , Frau Verburg heute direkt gefragt, diesem guten Vorbild zu folgen.
Schon früher haben wir die Aufmerksamkeit auf die Rotterdamsche Initiative Minimax gerichtet, hier können Menschen mit einem Mindesteinkommen gegen kostenreduzierte Tarife medizinische Hilfe für Haustiere einschalten. Verschiedene Städte in den Niederlanden sind dabei, eine lokale Kopie dieser Klinik zu errichten. Die Frage nach solchen Einrichtungen ist groß und es wird höchste Zeit, daß auch in Regierungskreisen darauf aufmerksam gemacht wird.
Im Agrarisch Dagblad der letzten Woche hat Umweltminister Cramer mitgeteilt, daß er sich unter den Vorschlägen der Partei für die Tiere, weniger tierische Eiweiße zu konsumieren, etwas vorstellen kann. Den Artikel: /“De milieubelasting door de landbouwsector( die Umweltbelastung durch die Landwirtschaft) kann man auch auf andere, radikalere Art und Weise lesen .Die Umweltschutzvereinigung plädierte vor kurzen für eine Halbierung des Viehbestandes. Das Kabinett konnte sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. Chancenreicher ist eventuell der Lösungsvorschlag von Marianne Thieme. In ihrer Dokumentation Meat the Truth behauptet sie, daß weniger Fleisch essen noch die wirksamste Methode sei, das Umweltproblem zu lösen. Eine Schlussfolgerung, die durch viele Wissenschaftler mehr oder weniger geteilt wird. "
Die Diskussion über unbetäubtes Kastrieren von Ferkeln und der Druck, damit zu stoppen, hat in den vergangenen Jahren, unter anderem durch die Partei für die Tiere, erheblich zugenommen und hat dazu geführt, daß Supermärkte ab 2009 keine Produkte von Schweinen, die unbetäubt kastriert worden sind, verkaufen. Schweinebetriebe werden Ferkel betäubt kastrieren, solange sie nicht auf eine andere Art und Weise sicherstellen können, daß das Fleisch nicht stinkt, wenn es in der Pfanne liegt. Aldi,Lidl, Coop,La Place, Keurslager und Super de Boer sind die ersten die gänzlich mit diesem Eingriff stoppen. Die deutsche Schlachterei Tönnies, welche an viele niederländische Supermärkte liefert, zeigt an, daß sie den sogenannten 'Ebergeruch' in ihrer Schlachterei erkennen können. Jetzt ist die niederländische Supermarktvereinigung CBL sehr böse auf die niederländische Schlachterei VION (größte Schlachterei von Europa), da diese immer behauptet hat, daß sie noch Jahre benötigt, um den Ebergeruch während des Schlachtens zu erkennen. CBL fordert eine Erklärung von der Schlachterei und dies völlig zu Recht. Ich habe den Minister um eine schnelle Aufklärung in dieser merkwürdigen Angelegenheit bei VION gefragt.
Das VION sich dermassen wehrt, wundert mich nicht wirklich. Das tut der Fleischsektor seit Jahren, wenn es um ein echtes Umdenken im Schweinefleischsektor geht. Vor kurzem schimpfte Schweinebäuerin Annechien ten
Have von der Landwirtschaft- und Gartenbauorganisation über die Supermärkte, welche beschlossen hatten, gänzlich mit dem Verkauf von kastrierten Tieren zu stoppen. Das Denken in Unmöglichkiten im Sektor ist scheinbar eine schwer auszurottende Erscheinung.

Bis nächste Woche !












