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Woche 45 - 2008

Ich habe ein phantastische Woche hinter mir: Ich habe geheiratet! Wir haben einen wunderschönen Tag gehabt. Ich möchte Ihnen gerne kurz meinen Ehemann Jaap Korteweg vorstellen. Er ist biologischer Ackerbauer und Tierschützer

P.S. Oh ja, Thomas Schlijper hat dieses Foto gemacht, bei ihm liegen die Copyrightrechte…..

Diese Woche stand natürlich auch im Zeichen der amerikanischen Wahlen. Obwohl ich mich mehr durch die Standpunkte Ralph Nader, dem unabhängigen, grünen Kandidat, der eine halbe Million Stimmen holte angezogen fühlte, bin ich sehr froh, das Obama gewonnen hat. Nein, ich erwarte keine enormen Durchbrüche, bin aber sehr froh, dass die Welt nicht mit Palin oder McCain vorlieb nehmen muss.

Ich schrieb auf Anfrage der Neuen Revu, einer niederländische Zeitschrift, einen Dear Mr. President Brief:

Lieber Mr. President,

Mutig von Ihnen, daß Kommando eines sinkenden Schiffs zu übernehmen!

Alan Greenspan hat es selbst gesagt:” Wir sind einfach nicht klug genug als Menschen. Sie können von uns als Aufsichtspersonen Unfehlbarkeit erwarten”. Und” ich habe einen Fehler in meinem eigenen Denken konstatiert, dass der freie Markt sich selbst besser regulieren kann als unter Regierungsüberwachung”.

Ihre Mannschaft ist vorläufig noch mit dem Umordnen der Deckstühle beschäftigt .Und einen wirklich anderen Kurs wollen Sie auch nicht einschlagen. Sie sind für die Todesstrafe und gegen Homoeheschliessungen und verteidigen privaten Waffenbesitz.

Sie erben die ernsthaftesten Kreditkrisen, Valutenkrisen, Klimakrisen, Süßwasserkrisen, Grundstoffkrisen,
Nahrungsmittelkrisen und Tierseuchenkrisen, die die Welt jemals erlebt hat.

Schauen Sie beim Ausarbeiten Ihres Führungsstils einmal nach den sogenannten Interessenkonflikten. Zwischen Menschen und Tieren, zwischen arm und reich.

Auf dem kleinen, unseren Planet können wir uns keine Interessenkonflikte erlauben. Wir sitzen im selben Boot. Es ist pumpem oder ertrinken

Auf lange Sicht gesehen, haben wir ein gemeinsames Ziel: Überleben.

In diesem Sinn können wir viel von den Tieren lernen. Sie würden niemals eine der obengenannten Krisen erst entstehen lassen. Was uns von den Tieren unterscheidet (wir sind intelligenter und können moralischen Abwägungen treffen), wenden wir offensichtlich nicht zu unserem Vorteil an, sondern zu unserem Nachteil

Das Kostbarste, was wir haben, sauberes Wasser, saubere Luft und Biodiversität, haben wir bis zum Limit ausgereizt.

Und allem, dem wir großen Wert in den letzten Dekaden beimessen haben, hat rasend schnell seinen Glanz verloren. Das Ruder muss umgerissen werden, es ist undenkbar, dass beinahe die Hälfte der Weltgetreideernte durch die Viehhaltung aufgebraucht wird, während Kinder Hunger leiden.

Wenn alle Amerikaner 3 Tage kein Fleisch essen würden, würde das zusätzlich ebenso viel CO2 Gasausstoß einsparen, als wenn man 50% des gesamten, amerikanischen Wagenparks von der Straße holen würde. Yes, you can!!

Übrigens gab es einen überwältigenden Sieg aller kalifornischen Tierschützer am Tag der Präsidentenwahlen. Die Wähler konnten auch ihre Meinung über ein Gesetz über die Auswüchse der Massentierhaltung kundtun und nachdem 95% der Stiummen gezählt waren, stellte sich heraus, dass 63% der Wähler für Maßregeln gegen die Massentierhaltung waren. Tiere erhalten dadurch mehr Lebensraum! Eine unglaublicher Sieg, ich habe Wayne Pacelle , dem Präsident der Humane Society ( ich traf ihn während der Aufnahmen zur Premiere von Meat the Truth) hierzu mittlerweile meine Glückwünsche übermittelt. Gute Arbeit von der Humane Society, dies sollte ein Vorbild für andere Tierschutzorganisationen sein.

bis nächste Woche!